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„Jesus war Jude und ist es immer geblieben.“

20.01.2019, 12:57:35
-Preisgabe des eigentlich Christlichen oder unumgängliche Re-Vision?-

Seit dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-65) hat die Kirche ihr Verhältnis zum Judentum grundlegend geändert: Eine seit den Anfängen judenfeindliche Theologie und Haltung, ohne die die Schoa, die Vernichtung der europäischen Juden (über 6 Millionen), nicht möglich gewesen wäre, hat sich in ein positives beziehungsreiches Verhältnis gewandelt.
 
Gleichwohl hat es noch 20 Jahre gedauert, dass das Erschrecken über das Versagen der Kirche(n) zu dieser Umkehr geführt hat. Aber reicht das, statt Feindschaft und Hass jetzt freundlich zu Juden zu sein? Wenn es nur das wäre, hätte die Kirche keine wirkliche Umkehr vollzogen.
 
Gerade die christlich-jüdische Beziehung, die eine unvergleichliche Beziehung ist, sollte dazu führen, dass sich auch die christliche Theologie verändert – bis hinein in die christliche Rede von Gott und von Jesus dem Christus / dem Gesalbten Gottes. Von daher ist der christlich-jüdische Dialog kein harmloser Dialog nach dem Motto „Seid bitte nett zueinander!“, sondern verändert Theologie und Kirche, und das zu deren eigenem Nutzen, ist also ein notwendiger, ein unumgänglicher Dialog, in dem etwa bewusst wird, dass Jesus Jude war und es immer geblieben ist“, und auch der Jude Paulus nicht zum Christentum konvertiert ist. Das hat Folgen für den christlichen Glauben. Davon soll im Vortrag die Rede sein.                                                                                   

Heinz-Günther Schöttler         
 
Vortrag am 22. Februar 2019 um 19 Uhr
in der Basilika in Boppard
im Anschluss an die Festmesse um 18 Uhr
 
Referent: Prof. i.R. Dr. Heinz-Günther Schöttler, Regensburg
 
Herzliche Einladung!